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02.04.2019

Das Opernhaus Z├╝rich setzt bei Requisiten und Formenbau auf 3D-Drucker von German RepRap

Requisiten Opernhaus

Mit jährlich 12 Neuproduktionen auf der Hauptbühne, zahlreichen Wiederaufnahmen, Konzerten, Liederabenden, einem breiten Angebot an Nachwuchsprogrammen und über 300 Aufführungen ist das Opernhaus Zürich die größte Kulturinstitution in der Schweiz und darüber hinaus eines der produktivsten Häuser Europas. Für die Veranstaltungen gibt es verschiedene Werkstätten und Ateliers, in denen die detaillierten Dekorationen und Kostüme mühe- und liebevoll hergestellt werden. Dabei unterstützt der x400 3D-Drucker von German RepRap. KVT-Fastening hat das Opernhaus Zürich dabei vor Ort in der Schweiz unterstützt.

Der Einsatzbereich der additiven Fertigungstechnologie ist dabei vielfältig – vor allem für die Herstellung von Requisiten und für den Formenbau kommt der 3D-Drucker zum Einsatz. „Oftmals sind die Wünsche und Vorstellungen von Kostüm- und Bühnenbildner/-innen sehr vielfältig und teilweise außergewöhnlich“, so Andreas Gatzka, Leiter Theaterplastik und Bildhauerei am Opernhaus Zürich, „da kommt es häufig vor, dass Requisiten so nicht zu kaufen sind und dann kommt der 3D-Drucker ins Spiel.“ Zuerst werden die Objekte im 3D-Modellierprogramm entworfen und anschließend gedruckt. Diese Objekte werden dann noch weiterbearbeitet, beispielsweise beflockt, bemalt oder beklebt und als Endprodukt auf der Bühne verwendet.

Auch für das Thema Formenbau wird der German RepRap x400 eingesetzt. Für die Figur der Zuckerfee im Ballett „Der Nussknacker“ gab es beispielsweise den Wunsch nach ultraleichten Cupcakes, die auf der Oberseite von Tutus montiert werden sollten. In einem ersten Schritt wurden die Cups der Cupcakes in einem 3D-Modellierprogramm erstellt. Um die ideale Bauweise herauszufinden, wurden verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichsten Proportionen getestet. Anschließend wurden diese Cups dann mit dem German RepRap x400 produziert und dienten so als Ur-Form zur Herstellung von Silikonnegativen. Mit diesen wiederum wurden die Cups aus temperaturbeständigem Gießharz als Tiefziehwerkzeuge reproduziert. Die finalen Cups wurden mit sehr dünner und somit leichter Polystyrol-Folie tiefgezogen.

Die Frage wie das Opernhaus Zürich zu seinem eigenen 3D-Drucker gekommen ist, beantwortet Herr Gatzka mit einem Lächeln: „Durch Neugier, Interesse und Faszination! Die Technologie an sich setzen wir bereits seit ein paar Jahren ein. Aber dafür hatten wir bisher immer externe Lieferanten.“ Mit einem eigenen 3D-Drucker kann das Opernhaus jedoch noch flexibler sein und selbst kreativ werden. Das spart Kosten und durch die kürzeren Prozesse auch Zeit. Weitere Vorteile sieht Herr Gatzka wie folgt: „Die allgemeinen Vorteile sind sehr groß. Spezielle Wünsche von Bühnen- und Kostümbildner/ -innen können rasch verwirklicht werden wie auch eine kurzfristige Veränderung der Objekte, zum Beispiel grösser, kleiner, länger, kürzer, je nachdem.“ Florian Bautz, Geschäftsführer der German RepRap GmbH, freut sich wenn der Kunde zufrieden ist: „Es ist großartig, in wie vielen Bereichen unsere Maschinen bereits Anwendung finden. Der Trend geht definitiv zur Einführung des additiven Fertigungsverfahrens, denn die neue Technologie bietet viele Vorzüge, wie die Möglichkeit zur Gewichtsreduzierung und Herstellung komplexer Strukturen, oder der größeren Flexibilität der Formen und kürzeren Produktionszyklen. Ein weiterer Vorteil, den man auch in diesem Projekt schön sieht, ist, dass sich nun auch Einzelproduktionen rentieren. In der konventionellen Produktion kostet ein Einzelstück ein Vermögen und rechnet sich erst, wenn es zu tausenden in einer Serienproduktion gefertigt werden kann.“

Materialtechnisch setzt das Opernhaus aktuell ausschließlich auf PLA, da sich dieses auch für Anfänger gut eignet und leicht zu handhaben ist. Dabei spielt  die große Farben- und Effektvielfalt eine große Rolle. Außerdem ist es schwer entflammbar, im Theaterbereich ein wichtiges Kriterium. Das fertig gedruckte PLA-Produkt lässt sich zudem sehr gut nachbearbeiten. „Für die Zukunft würden wir gerne auch weitere Materialien einsetzen, z.B. ABS, PET-G, Nylon oder elastische Filamente“, so Herr Gatzka.

Severin Struck, Sales Engineer bei KVT-Fastening, leistete dem Opernhaus Zürich den nötigen Support bei der Auswahl des optimalen 3D-Druck Gerätes: „Ich durfte Herr Gatzka bei seinem Projekt unterstützen. Durch unsere Stellung als Additive Manufacturing Center bietet KVT-Fastening unter anderem 3D-Druck Geräte verschiedener Hersteller an. Beim Opernhaus Zürich war schnell klar, dass der German RepRap x400 mit dem FFF-Verfahren das passende Gerät ist. Neben 3D-Druckern erhält man im Additive Manufacturing Center von KVT-Fastening aber auch Produkte wie Materialien, Zubehör, Software und Dienstleistungen. Wir können die Kunden von der Designphase bis hin zur Herstellung von Teilen unterstützen und sie bei der Auswahl der Geräte und der damit verbundenen Fertigungstechnologien beraten. Damit sind wir in der Lage, unseren Kunden die perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung anzubieten. Auch für das Opernhaus Zürich konnte ein Komplettpaket offeriert werden. So war es mir eine Freude, dem Opernhaus mit Beratung, Inbetriebnahme, Schulung und Wartungsverträge zur Seite zu stehen.“

Auf den deutschen 3D-Drucker Hersteller German RepRap ist das Opernhaus wie folgt gekommen, berichtet Herr Gatzka: „Ich habe nach einem 3D-Drucker gegoogelt der einen Druckraum hat, der ungefähr das Drucken eines menschlichen Kopfes mit den beiden Schultern ermöglicht. Da war dann auch der x400 von German RepRap dabei. Bei der Besichtigung des x400 am Stand von KVT-Fastening, auf der AM Expo in Luzern, machte die Maschine auf mich einen sehr guten Eindruck, der sich durch Internetrecherche (Erfahrungsberichte) sowie einen Besuch beim Reseller,  der KVT-Fastening, bestätigte. Weitere Kriterien waren zwei Druckköpfe, was ein Drucken mit separatem Stützmaterial ermöglicht sowie generell eine breite Materialvielfalt.“ Mit den German RepRap 3D-Druckern profitieren Kunden von einer offenen Materialplattform, was bedeutet, dass bereits eine große Auswahl an Materialien getestet und für den Druck auf den German RepRap Maschinen freigegeben wurden und darüber hinaus auch andere Materialien getestet werden können. Dies obliegt dem Kunden selbst. „Der x400 ist sehr kompakt und robust aufgebaut. Er passt somit einfach super in unser Atelier! Ganz wichtig für uns war außerdem einen Ansprechpartner (und nicht nur einen Verkäufer) in der Schweiz vor Ort zu haben, was mit dem German RepRap Reseller, der KVT-Fastening, der Fall ist. Und wir sind super zufrieden!“

Aktuell ist der x400 3D-Drucker bereits in einigen Bereichen erfolgreich im Einsatz, das Opernhaus kann sich sehr gut vorstellen, dass der „neue Helfer“ über kurz oder lang ein wichtiger Bestandteil für weitere Projekte wird. Das neue Teammitglied sorgt für immer stärker Aufkommendes Interesse und Begeisterung.

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> German RepRap x400 

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