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06.03.2018

KVT-Fastening steigt in den Zukunftsmarkt der additiven Fertigung ein

Die Bossard Gruppe steigt mit drei Partnern in den Zukunftsmarkt des 3D-Drucks ein. Sie wird mit ihrer Tochtergesellschaft KVT-Fastening an der Additive Manufacturing Expo vom 6. und 7. März 2018 in Luzern präsent sein und drei verschiedene Technologien vorstellen. Kooperationspartner für den Schweizer Markt sind die Industrieunternehmen TRUMPF (Laser Metal Fusion), German RepRap (Fused Filament Fabrication) und Henkel (Stereolithographie).  Durch diese Kooperationen wird Bossard künftig als Verkäufer von industriellen 3D-Druckern und den entsprechenden Verbrauchsmaterialien (Metallpulver, Filamente etc.) am Markt aktiv sein. Auch bei der Beratung von Kunden bis hin zur Konzeption komplexer Bauteile für den 3D-Druck wird Bossard als Partner auftreten. 

Die Bossard Gruppe betrachtet den 3D-Druck als eine zukunftsweisende Technologie, die gewisse Bereiche der industriellen Fertigung verändern wird. Unser Engagement stützt sich auf die Partnerschaften mit drei Herstellern von hochwertigen, industriellen 3D-Druckern und deren technische Unterstützung ab. Die Bossard Gruppe trägt hierzu mit ihrer technischen Kompetenz, der grossen Erfahrung zur Lösung von Fertigungsproblemen in der Industrie und nicht zuletzt mit ihrem etablierten Vertriebsnetz bei. Unsere Beratertätigkeit erstreckt sich hin bis zur Konzeption von Prototypen und von komplexen, kundenspezifischen Bauteilen. Hierbei werden die Bereiche Anwendungs-Engineering und das Prototyping als Kompetenzzentrum miteingebunden. 

In Abstimmung mit den Partnern wird Bossard die neue Produktlinie mit 3D-Druckern stetig erweitern. Die Geräte – basierend auf drei verschiedenen Technologien – sind für die professionelle Nutzung in verschiedenen Bereichen entwickelt worden. Diese umfassen insbesondere die Produktentwicklung, das Prototyping, den Modell- und Formenbau, die Architektur, das Produktdesign und die Realisierung komplexer Bauteile mit Funktionsintegration. Unsere drei Kooperationspartner und die von ihnen weiterentwickelten Technologien seien im Folgenden kurz vorgestellt: 


Die TRUMPF-Gruppe ist Markt- und Technologieführer in der Entwicklung von Werkzeugmaschinen und Lasern für die industrielle Fertigung. Im Bereich der additiven Fertigung bietet das Unternehmen als einer der wenigen beide relevanten Lasertechnologien an: Laser Metal Fusion (pulverbettbasiertes Laserschmelzen) und Laser Metal Deposition (Laserauftrag-schweissen). Das Produktportfolio umfasst Komplettlösungen aus Digitalisierung, Maschinen und Services inklusiv selbst entwickelten Strahlquellen aus einer Hand. Mit der richtigen Maschinenlösung lassen sich auch aufwendige Formen und individuelle Bauteile schnell, flexibel und kostengünstig verwirklichen – und dies bereits ab kleinsten Losgrössen bis hin zur industriellen Gross-Serienproduktion. Die Bossard-Tochter KVT-Fastening wird den Fokus in einer ersten Phase auf den Vertrieb der LMF-Technologie legen. Bei dieser Technologie, welche auch häufig als metallischer 3D-Druck bezeichnet wird, baut der Laser das Werkstück Schicht um Schicht aus einem Pulverbett auf. Den Bauplan liefert ein CAD-Modell.  Das Pulver wird auf eine Bauplattform aufgetragen. Der Laserstrahl schmilzt das Pulver gemäss den CAD-Daten punktgenau auf und verbindet definierte Stellen mit der darunterliegenden Schicht. Diesen Vorgang wiederholt der Laser so lange, bis das Metallteil fertig geformt ist. Das Werkstück besitzt die Eigenschaften des in Pulverform eingesetzten Materials. Verwenden lassen bei der Laser Fusion viele  metallische Materialien in Pulverform, so Stahl, Aluminium und Titan. Stabilität und geringes Gewicht machen das Verfahren besonders interessant für den Leichtbau und für bionische Strukturen, wie sie in den Branchen Luft- und Raumfahrt, Automobil und in der Medizintechnik Anwendung finden. Angesprochen sind damit Branchen und Bereiche, in denen die Bossard Gruppe bereits präsent und über Know-how verfügt.

 

Im Bereich Fused Filament Fabrication (FFF) arbeitet Bossard mit dem deutschen Hersteller German RepRap zusammen, der seine 3D-Drucker seit dem Jahr 2013 auf der Basis dieser Technologie entwickelt. Das FFF-Verfahren (auch FDM) ist eine der am meisten verbreiteten 3D-Druck-Methoden. Das Verfahren zeichnet sich durch eine vergleichsweise einfache Handhabung bei relativ bescheidenen Investitionskosten aus. Das Baumaterial ist ein vorgefertigter, auf einer Rolle aufgewickelter Kunststoffdraht („Filament“), der in geheizten Düsen aufgeschmolzen und als Strang aufgetragen wird. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass sich ein breite Auswahl von Fertigungsmaterialen einsetzen lassen. Angesprochen sind damit verschiedenartige Kunststoffe  wie Polyethylen, Polypropylen, ABS und PLA, Elastomere und PETG. Mittlerweile werden mit der Fused Filament Fabrication auch metallische Bauteile produziert, indem metallpulverhaltige Filamente zu einer Struktur aufgebaut werden. Die Produktlinie von German RepRap wird kontinuierlich erweitert und umfasst 3D-Drucker für die professionelle Nutzung in den Bereichen Produktentwicklung, Prototyping, Modell- und Formenbau, Architektur und Design. Zu den Kunden zählen weltweit grosse Industrieunternehmen, Designer, Architekten, Künstler, Formenbauer, Universitäten und Hochschulen.

 

Auch die Stereolithographie betrachtet Bossard als langfristig erfolgversprechendes Entwicklungsfeld. Kooperationspartner ist in diesem Bereich der deutsche Klebstoffhersteller Henkel AG, der mit seinem Printer Loctite PR10 DLP und seiner Auswahl an Kunstharzen auf das Entwicklungspotenzial der additiven Fertigung setzt. KVT-Fastening ist im Bereich Klebstoffe bereits ein langjähriger Kooperationspartner von Henkel. Die Stereolithographie (auch SLA-Verfahren genannt) kann als Mutter aller 3D-Druckverfahren betrachtet werden. Beim SLA-Verfahren wird ein lichtaushärtendes Kunstharz (Resin) mittels eines UV-Lasers selektiv ausgehärtet. Beim DLP-3D-Drucker übernimmt ein Projektor diese Arbeit. Beide Verfahren gehören zur Familie der Licht-Polymerisation. In der Stereolithographie können verschiedenste photosensitive Kunststoffe eingesetzt werden, einschliesslich biokompatibler Sorten. Die Stereolithografie eignet sich hervorragend für den Druck von Objekten mit sehr fein ausgeprägten Oberflächen, bei denen die einzeln aufgetragenen Schichten nicht erkennbar sein sollen.  

 

 

Weitere Auskünfte:

Thomas Kraushaar, Managing Director KVT-Fastening Schweiz

E-Mail t.kraushaar@kvt-fastening.com

www.kvt-fastening.ch/3d-druck

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